Gegen Rechtsextremismus

Das reflektierte Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus, seine Ursachen und Folgen begreift der Verein Netzwerk als Kern seiner Kompetenz. Die politische Herrschaft der Nationalsozialisten wurde möglich, weil eine sowieso schon desorientierte Gesellschaft von Weimar, wenig geübt in demokratischem und gewaltfreiem Diskurs, sich in sehr großer Zahl dem einfach erscheinenden Konzept einer Volksgemeinschaft der Rassegleichen zuwandte. Durchgesetzt wurde die Zerschlagung der Gesellschaft durch die Nationalsozialisten mit Gewalt und Terror. Ausgrenzung der ernannten Feinde der Volksgemeinschaft – Juden, politische Gegner, „Asoziale“, Sinti und Roma und viele andere – und Inklusion der völkisch definierten Deutschen in die Gemeinschaft der Hitleruntertanen fand im Reiche Hitlers zunehmend Zustimmung – bis in den Krieg.

Wenn gegenwärtig in Teilen Europas und auch in der Bundesrepublik völkische und nationalistische Trommler sowie volksgemeinschaftliche Agitatoren zunehmend Gehör und Aufmerksamkeit finden, sogar hier und da an die Macht gewählt wurden, gibt uns das zum Handeln und zu politischer Stellungnahme Anlass.

Im historischen Wissen um die Vernichtungskraft menschenverachtender Ideologie und Politik wenden wir in Bündnissen, politischen Bekundungen und vielem mehr gegen politische Kräfte in unserem Land – sei es die AfD, die „Identitären“, Die NPD oder andere rechtsextreme Zusammenschlüsse.

Menschen- und Grundrechte sind unteilbar. Wer diese Konsequenz und Lehre aus den Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts, insbesondere des Nationalsozialismus leugnet oder missachtet und Ausgrenzung, Hass und politische und kulturelle Intoleranz propagiert und praktiziert, dem treten wir nach Kräften entgegen.