»Gekommen um zu bleiben? – Rechtspopulistische Realität als Herausforderung im Alltag«

Zum Gedenken an die Befreiung von Ausschwitz am 27. Januar 1945 findet auch in diesem Jahr am 04.02. wieder die Antifaschistische Sozialkonferenz im Kulturzentrum Pavillon in Hannover statt. Thema ist der Aufwind der AfD und anderer rechter Parteien in den Parlamenten, deren Vernetzung in die Naziszene und die Gründe für das Erstarken des Rechtspopulismus.

20. Antifaschistische Sozialkonferenz,                                                                        4. Februar 2016, 10.30 Uhr – 16.00 Uhr,                                                               Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover

20. Antifaschistische SozialkonferenzEingebettet im Aufwind von sogenannten rechtspopulistischen Parteien im europäischen Raum scheint 2016 auch in Deutschland ein Erfolgsjahr für rechtsextremistische Organisationen und rechtspopulistische Parteien gewesen zu sein. Die AfD konnte beispielsweise in zahlreiche Kommunal- und Landesparlamente einziehen und setzt für 2017 an zum Sprung in den Bundestag.

Anscheinend setzt sich der Kreis der Unterstützenden aus nahezu allen Bereichen der Gesellschaft zusammen, trotz der Rechtsentwicklung der Partei: Offen auftretende Neonazis, Angehörige der diversen rassistischen »Pegida«-Strukturen, Polizeiangehörige und auch Gewerkschaftsmitglieder.

Der Aufstieg des sogenannten Rechtspopulismus kommt nicht von ungefähr, sondern ist eingebettet in seit langem existierenden Rassismus und Faschismus in der Gesellschaft und wurde gefördert durch jahrelange unsoziale Politik aller Regierungen der letzten Zeit – in Deutschland und in der EU. Die vermeintliche politische Mitte hat unisono mit Einführung der Agenda 2010, der immer weiteren Aushöhlung von demokratischen Rechten, insbesondere auch das Asylrecht, der Umverteilung von oben nach unten, Umverteilung von Sozialem und Bildung in Richtung Innere Sicherheit und Militarisierung dazu beigetragen, dass viele Menschen die Lösung vieler Probleme nicht mehr durch die Parteien gewährleistet sehen, die diese Probleme mit verursacht haben.

  • Warum aber Menschen einer Partei ihre Stimmen geben, die objektiv die genannten Probleme nicht lösen, sondern auf Kosten von immer mehr marginalisierten Menschen verschärfen will, ist eine Frage, der wir uns auf dieser Konferenz stellen wollen.
  • Eine andere Frage ist, wie gegen diese Form der Rechtsentwicklung auf der Straße im Parlament und im Betrieb vorgegangen werden kann?
  • Und weiter, warum bei einzelnen Wahlen bis zu 30% Gewerkschaftsmitglieder dieser unsozialen und antisozialen Partei ihre Stimme gegeben haben und wie wir uns in den Betrieben zu dieser Entwicklung und zu den betroffenen Kolleg_innen positionieren können ?

»Demagogie bekämpfen! Asylrecht verteidigen! Geflüchtete unterstützen!«

Anmeldung bis 20. Januar 2016 unter hannover [at] arbeitundleben-nds [dot] de oder per fax 0511-12105-30

Informationen bei Arbeit und Leben Hannover 0511-12105-0 oder bei den Veranstaltern

PDF – Einladungsflyer

Veranstalter:

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