Projekte des Vereins

Als Dachorganisation der vielen Erinnerungsinitiativen in der Region Hannover, konzentriert sich der Verein darauf, Forschungsprojekte und Aktivitäten auf den Weg zu bringen und zu fördern, die möglichst alle Mitglieder des Netzwerks betreffen und die das erinnerungspolitische Handeln in Stadt und Region befördern.

Unser Einsatz für das Lern- und Dokumentationszentrum ist dabei eine zentrale Aufgabe.

Ein wichtiges Projekt ist der digitale Stadtrundgang.

Ein Forschungsschwerpunkt des Vereins als Gesamtorganisation für die nächsten Monate und darüber hinaus wird auf der Erforschung der Geschichte und Schicksale der Displaced Persons (DPs) in der Region Hannover liegen. Alle Akteure im Verein Netzwerk haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit unterschiedlichen Schwerpunkten dem Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter_innen gewidmet. Nun ist es höchste Zeit, sich ihrem Schicksal nach ihrer Befreiung vom NS-Joch zu widmen. Dabei streben wir konkret eine enge Zusammenarbeit mit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, dem IDD an der Uni Hannover und anderen am Thema arbeitenden Institutionen an.

Ausstellung zur Wehrmachtsjustiz

Das Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e. V. wird die Wanderausstellung mit dem Titel „,Was damals Recht war …‘ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ im Frühjahr 2021 in Hannover zu präsentieren. Die Ausstellung soll im Foyer des Freizeitheims Linden gezeigt werden. Direkt daneben befindet sich der Fössefeldfriedhof, auf dem seit Mai 2015 ein Deserteur-Denkmal steht und wo vorhandene Gräber von Opfern der Wehrmachtjustiz gekennzeichnet worden sind.

Die Präsentation der Ausstellung wird umrahmt mit zahlreichen Fachvorträgen, Führungen und Angeboten zum Mitmachen und Lernen. Dabei wird insbesondere der lokale und regionale Bezug im Fokus stehen. Um den lokalen Bezug herauszustellen, werden exemplarisch die Biographien von Opfern und Tätern aus Hannover erforscht und in Ergänzung zur bestehenden Ausstellung präsentiert. Nach Abschluss der Wanderausstellung verbleiben diese Ergänzungen in Hannover und werden an öffentlich zugänglichen Orten präsentiert. Ein weiterer zentraler Bestandteil der Ausstellung werden pädagogische Projekte für Schülerinnen und Schüler sein. Für Aufgaben wie Führungen durch die Ausstellung und über den Friedhof sowie Workshops stehen Netzwerkmitglieder ehrenamtlich bereit.